Eine Rede des Ministerpräsidenten wirbelt Staub auf. Am Freitagabend sagte er: „Es tut mit leid“.

wza_323x445_552797.jpeg
Jürgen Rüttgers auf der umstrittenen Wahlveranstaltung in Duisburg.

Jürgen Rüttgers auf der umstrittenen Wahlveranstaltung in Duisburg.

Youtube

Jürgen Rüttgers auf der umstrittenen Wahlveranstaltung in Duisburg.

Düsseldorf. Ein Auftritt von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) im Kommunalwahlkampf hat ein parlamentarisches Nachspiel. Die Grünen verlangen in einer Anfrage an den Landtag Auskunft, warum Rüttgers den Grünen zufolge am 26. August in Duisburg von "faulen Rumänen und gewürgten Chinesen" gesprochen habe.

Im Zusammenhang mit dem Abzug von Nokia von Bochum nach Rumänien hatte Rüttgers gesagt: "Und im Unterschied zu den Arbeitnehmern im Ruhrgebiet kommen die in Rumänien eben nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da. Sondern sie kommen und gehen, wann sie wollen, und wissen nicht, was sie tun."

Und weiter: "Und wenn es sein muss, dann treffen wir noch irgendwelche Chinesen bei irgendwelchen Sachen im Rathaus. Und wenn die dann nicht endlich in Duisburg investieren wollen, dann werden die auch gewürgt so lang, bis sie Duisburg schön finden."

Redeauszüge sind auf der Internetplattform Youtube dokumentiert. Aufgenommen hat das Video Veith Lemmen, ein Mitglied des Landesvorstands der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos. Rüttgers habe die Rumänien-Passage auch wenig später in Münster vorgetragen, so Lemmen. Das Video ist auf der Homepage der NRW-SPD eingestellt.

Die CDU wirft der SPD eine Lügenkampagne vor. Die Äußerungen von Rüttgers seien aus dem Zusammenhang gerissen. Der Ministerpräsident selbst erklärte sich am Freitagabend: "Ich wollte niemanden beleidigen, wenn das doch geschehen ist, tut mir das leid." Er habe mit seinen Äußerungen nur für die Arbeitnehmer in NRW kämpfen wollen. Das werde er auch weiter tun.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer