Ist es eine schlechte Nachricht, dass Janukowitsch aus der Wahl in der Ukraine als klarer Favorit hervorgegangen ist und damit das Aus der orangenen Revolution so gut wie besiegelt hat?

Ja und Nein. An sich hätte man es dem amtierenden Präsidenten gegönnt, dem autokratischen Russland weiter die Stirn zu bieten. Dazu allerdings hätte Juschtschenko seine zentralen Versprechen - die Integration in Nato und EU - schnell umsetzen müssen. Doch daraus wurde nichts.

Insofern ist seine krachende Wahlniederlage ein urdemokratischer Reflex des ukrainischen Volkes. Außerdem ist Janukowitsch reifer geworden. Wenn es um Kiews Interessen geht - etwa um günstige Gaspreise -, wird auch er knallhart verhandeln. In Moskau sollten sie sich lieber weiter warm anziehen.

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