Höhere Studiengebühren und geringere Verwaltungskosten sollen die angeschlagene Bildungseinrichtung retten.

Witten (dpa). Nach einer wochenlangen Zitterpartie ist die Zukunft der ältesten deutschen Privatuniversität Witten/Herdecke gesichert. In der Nacht zum Freitag einigten sich das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium, die Hochschulleitung sowie ein Kreis neuer und alter Geldgeber der Hochschule auf ein Finanzierungskonzept.

Das Restrukturierungsprogramm zur Rettung der angeschlagenen Bildungseinrichtung sehe unter anderem eine Senkung der Verwaltungsgebühren und eine Erhöhung der Studiengebühren vor, berichtete ein Sprecher des NRW-Wissenschaftsministeriums.

Das Land wolle für 2009 und 2010 insgesamt 13,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Im vergangenen Monat hatte Pinkwart der Hochschule überraschend den Geldhahn zugedreht. Er monierte eine mangelhafte Geschäftsführung und das Fehlen eines seriösen Wirtschaftsplans. Zuletzt hatte Witten/Herdecke vom Land 4,5 Millionen Euro jährlich erhalten. Die Gelder für 2008 waren aber einbehalten und sogar eine Rückzahlung für 2007 verlangt worden.

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