Die Hoffnungen der WestLB, mit der BayernLB die Fusionsglocken läuten zu können, sind verflogen. In München kommt die WestLB, die sich tief enttäuscht über den frühzeitigen Abbruch der Gespräche zeigte, jedenfalls nicht mehr unter die Haube. Dieser Ehe waren ohnehin nur geringe Chancen eingeräumt worden.

Nachdem auch noch EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia öffentlich bezweifelte, ob beide Banken ein tragfähiges Geschäftsmodell haben, war das Scheitern vorprogrammiert. Seit Jahren hat die EU die WestLB auf dem Kieker. Für Brüssel gilt die Bank offenbar als Prototyp für die abzuschaffenden deutschen Landesbanken, die mit Steuermitteln hochgepäppelt werden.

Für die WestLB und ihre noch 5000 Mitarbeiter tritt jetzt wohl Plan B in Kraft: Verkauf an den Meistbietenden, Zerschlagung, Abwicklung. Es sei denn, es findet sich ein neuer Fusionspartner. Noch ist dafür ein Jahr Zeit.

 

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