Düsseldorfer Altstadt
IS-Anschlagsziel Düsseldorfer Altstadt: Drei Syrer müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft einen Terroranschlag in Düsseldorf begehen sollten. Foto: Maja Hitij

IS-Anschlagsziel Düsseldorfer Altstadt: Drei Syrer müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft einen Terroranschlag in Düsseldorf begehen sollten. Foto: Maja Hitij

dpa

IS-Anschlagsziel Düsseldorfer Altstadt: Drei Syrer müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft einen Terroranschlag in Düsseldorf begehen sollten. Foto: Maja Hitij

Düsseldorf (dpa) - Im Prozess um einen geplanten schweren Terroranschlag des Islamischen Staats in Düsseldorf will der Hauptangeklagte aussagen. Das erklärte der 30-jährige Syrer Saleh A. am Mittwoch. Er hatte sich bereits in Paris freiwillig der Polizei gestellt und ein Geständnis abgelegt: Seine Tochter solle nicht erfahren müssen, dass ihr Vater ein Terrorist sei.

Die Verteidiger des 30-jährigen Syrers gaben zu Protokoll, dass Mithäftlinge in Wuppertal diese Aussage zu verhindern versucht hätten. Ihm sei gedroht worden, seiner Tochter etwas antun, wenn er aussage. Die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza bat darum, der Sache nachzugehen.

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht müssen sich seit Mittwoch drei mutmaßliche IS-Terroristen verantworten. Laut Anklage wollten sie in der Düsseldorfer Altstadt ein verheerendes Blutbad anrichten: Der Bundesanwaltschaft zufolge sollten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft sprengen, dann sollten weitere Terroristen möglichst viele flüchtende Menschen erschießen. Für den Anschlag sei von der IS-Führung in Rakka ein zehnköpfiges Terrorkommando vorgesehen gewesen.

Allen drei Angeklagten wird die IS-Mitgliedschaft und die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. Der Prozess soll am Nachmittag mit der Aussage des Hauptangeklagten fortgesetzt werden. Bislang sind bis Dezember 36 Verhandlungstage vorgesehen.

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