Zahlen in NRW steigen. CDU-Chef Armin Laschet hält das Herstellen eines Zusammenhangs mit der US-Wahl für „Albernheit“.

Freut sich über Mitgliederzuwachs: SPD-Generalsekretär in NRW, André Stinka.
Freut sich über Mitgliederzuwachs: SPD-Generalsekretär in NRW, André Stinka.

Freut sich über Mitgliederzuwachs: SPD-Generalsekretär in NRW, André Stinka.

Federico Gambarini

Freut sich über Mitgliederzuwachs: SPD-Generalsekretär in NRW, André Stinka.

Düsseldorf. Die Parteien in NRW haben in den vergangenen Wochen offenbar ungewöhnlich viele neue Mitglieder gewonnen. Nun rätseln sie, ob der Wahlkampf in den USA und die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten dazu geführt haben.

Bei der SPD gibt es im November schon so viele Neueintritte wie im gesamten Oktober – etwa 220. In Duisburg habe es sogar vier Mal so viele Parteieintritte wie im Oktober gegeben, teilte die Partei mit. „Wir als SPD setzen klare Kante gegen politische Vereinfacher und gesellschaftliche Spalter, die sich zuletzt im Aufwind fühlten“, sagte der NRW-Generalsekretär André Stinka.

CDU-Landesparteichef Armin Laschet hält das Zurückführen steigender Zahlen auf die US-Wahl für eine „Albernheit“ und ein „Veräppeln der Leute“, wie er vor Journalisten sagte. Seit März habe seine Partei allmonatlich Zahlen bei den Parteieintritten zu verzeichnen, die über dem lägen, was die SPD jetzt als großen Erfolg für sich verkünde. Laschet: „Unsere Zahlen bei den Parteieintritten liegen für den März bei 413, im April bei 293, im Mai waren es 477, im Juni 453, im Juli 250, im August 260, im September 418 und im Oktober 335.“ Im November werde es wohl wieder ähnlich aussehen.

Die Grünen in NRW haben mit rund 60 Neueintritten im November schon jetzt die Anzahl für den gesamten September überschritten. Die Parteispitze wertete die Entwicklung als Zeichen gegen den Populismus. Die FDP verzeichnete in den sieben Tagen nach Trumps Wahl mehr Neueintritte als im gesamten Oktober. (dpa/PK)

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