Enge Zusammenarbeit bei Einkauf und Personal vereinbart.

Düsseldorf. Die neun Nahverkehrsbetriebe mit U- beziehungsweise Stadt-Bahnen wollen künftig stärker kooperieren. Das kündigten am Dienstag die Vorstandschefs der Düsseldorfer Rheinbahn und der Kölner KVB an. "Wir wollen vor allem Kosten sparen und dafür Synergieeffekte nutzen", sagte Dirk Biesenbach, Chef der Rheinbahn.

Der Kooperationsverbund heißt "spurwerk", in ihm haben sich die Verkehrsbetriebe aus Düsseldorf, Köln, Bielefeld, Bonn, Bochum/ Gelsenkirchen, Dortmund, Duisburg, Essen und Mülheim zusammengeschlossen. Überall dort werden schnelle innerstädtische Schienenverbindungen betrieben, die zumindest teilweise unterirdisch verlaufen.

"Sie alle sind 30 bis 35 Jahre alt und haben mittlerweile einen Sanierungs- und Instandhaltungsbedarf", sagte Biesenbach. Den beziffert sein Kölner Kollege Walter Reinarz auf rund 800 Millionen Euro in der Summe für die kommenden Jahre - von neuen Wagen bis hin zu modernen Informationssystemen.

"Wir haben schon einen ersten Erfolg erzielt: Bei der Bestellung von 86 Rolltreppen konnten wir die Kosten um fast ein Viertel senken", sagte Reinarz. Bei einem Auftragsvolumen von 20 Millionen Euro viel Geld.

Der Fantasie der Verkehrsmanager sind bei der Kooperation kaum Grenzen gesetzt. "Wir können uns auch eine enge Zusammenarbeit beim Personal vorstellen", so Reinarz. Beispielsweise bei der Planung und der fortlaufenden Wartung von Gleisanlagen.

Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) begrüßte die Zusammenarbeit. "Das ist eine Form der Kooperation, die auch den Fahrgästen zugute kommen kann."

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