Landesvize wegen Treffen mit Linker in der Kritik.

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Jochen Ott bringt seine Chefin Hannelore Kraft in Bedrängnis.

Jochen Ott bringt seine Chefin Hannelore Kraft in Bedrängnis.

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Jochen Ott bringt seine Chefin Hannelore Kraft in Bedrängnis.

Düsseldorf. Das Treffen des stellvertretenden Vorsitzenden der NRW-SPD, Jochen Ott, mit der Chefin der NRW-Linken, Katharina Schwabedissen, sorgt für Empörung in der SPD. Während und am Rande der Sitzung der SPD-Landtagsfraktion hagelte es heftige Kritik am Verhalten des Chefs der Kölner SPD.

"Das war eine Riesendummheit. Das darf nicht noch einmal vorkommen", sagte Ralf Jäger, Fraktionsvize der SPD im Landtag. "Das zeugt von einer erschütternden Naivität und ist zutiefst unpolitisch", sagte ein langjähriger Ex-Minister. "Wir haben ihm im Landesvorstand den Kopf gewaschen. Das war nicht in Ordnung. Das Thema muss nun aber auch erledigt sein", sagte Gisela Walsken, ebenfalls Fraktionsvize im Landtag.

Ob das Thema erledigt ist, wird sich noch zeigen. Schließlich muss sich SPD-Landeschefin Hannelore Kraft hintergangen fühlen, hatte sie doch verkündet, es gebe keine Gespräche zwischen SPD und der Linkspartei. Doch Kraft hielt sich am Dienstag öffentlich nach ihrem Donnerwetter vom Vortag ("Ich bin stinksauer.") bedeckt. Einen Rücktritt Otts vom Amt des Landesvize mochte keiner von den Spitzengenossen offiziell fordern. Doch intern sprachen einige von einem unverzeihlichen Fehltritt Otts.

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