Land will mehr Projekte planen. 2013 wurden 42 Millionen Euro wegen fehlender Vorbereitung nicht verbaut.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.
NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.

Daniel Naupold

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.

Düsseldorf. Die rot-grüne Landesregierung reagiert auf Kritik an ihrer Verkehrspolitik und will die Planung von Baumaßnahmen an Autobahnen vorantreiben. Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) kündigte am Donnerstag an, dass das Land in diesem Jahr 20 zusätzliche Stellen für Planungsingenieure beim Landesbetrieb Straßen schaffen werde. Ziel sei es, dass künftig mehr Pläne für baureife Projekte in der Schublade lägen. Die CDU-Opposition hatte kürzlich kritisiert, dass das Land 2013 rund 42 Millionen Euro Bundesmittel nicht abgerufen hat, weil Planungen fehlten.

Bis 2024 müssen 4,5 Milliarden Euro investiert werden

Laut Landesverkehrsministerium müssen in den kommenden zehn Jahren 4,5 Milliarden Euro in den Erhalt von Autobahnen investiert werden, darunter allein 450 Millionen Euro für die Sanierung maroder Brücken. In diesem Jahr plant das Land 22 Großbaustellen. Der Minister hob besonders die Sanierung der Brücke über dem Duisburger Hafengebiet hervor. Die Arbeiten an der A 59 sind für Mai bis Oktober geplant. Die Fahrspuren auf der Brücke in Richtung Düsseldorf und Dinslaken werden zeitweise gesperrt.

Groschek forderte die schwarz-rote Bundesregierung auf, den Ländern mehr Spielraum bei der Verwendung der Bundesgelder zu geben. So müssten die Länder Projekte auch über mehrere Jahre ausführen können. „Und der Bund muss sich angemessen an den Planungskosten beteiligen.“

Der Verkehrsexperte der CDU-Landtagsfraktion, Bernhard Schemmer, sagte: „Es wird sich zeigen, ob Minister Groschek seinen Worten jetzt auch Taten folgen lässt – besser zu spät als nie.“ Er sei jedoch skeptisch, ob er sich gegenüber dem grünen Koalitionspartner durchsetzen könne. Red/wib

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