Hooligan-Demo gegen Salafisten
Ein Bild vom Oktober in Köln: Damals eskalierte die Demo der Hooligans. Es gab 45 verletzte Polizisten.

Ein Bild vom Oktober in Köln: Damals eskalierte die Demo der Hooligans. Es gab 45 verletzte Polizisten.

Thilo Schmülgen

Ein Bild vom Oktober in Köln: Damals eskalierte die Demo der Hooligans. Es gab 45 verletzte Polizisten.

Köln (dpa). - Für ein gezieltes Vorgehen gegen das gewaltbereite Sammelbecken «Hogesa» braucht die Politik mehr Erkenntnisse über das neue «unheilvolle Bündnis». Das betonte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) vor der Innenministerkonferenz ab kommenden Donnerstag. Im Oktober hatten Anhänger von «Hogesa» - («Hooligans gegen Salafisten») für Ausschreitungen und 45 verletzte Polizisten in Köln gesorgt.

Auch Jäger selbst war in die Kritik geraten. Später sprach er von nicht vorhersehbaren Exzessen und kündigte für den Fall weiterer Aufmärsche massive Polizeipräsenz an. «Wir werden aus den Erfahrungen der Vergangenheit Konsequenzen ziehen», sagte Jäger der Deutschen Presse-Agentur.

Der Zulauf zur radikalislamischen Salafisten-Szene wird ebenfalls zentrales Thema der zweitägigen Konferenz in Köln sein. Jäger, der noch bis Jahresende Vorsitzender der IMK ist, will dabei die Prävention in den Fokus rücken, um ein Abrutschen junger Leute in die gewaltbereiten Kreise möglichst zu verhindern. Außerdem befassen sich die Innenminister mit der anhaltenden Gewalt rund um Fußballspiele. «Wir sind jetzt einen entscheidenden Schritt weiter. Unser bundesweites Konzept gegen Intensivtäter beim Fußball steht.»

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