Politische Geschäftsführerin beklagt unklare Rolle.

Landesdelegiertenkonferenz der nordrhein-westfälischen Grünen
Marianne Weiss (l.) gratulieren am 01.07.2017 in Dortmund bei der Landesdelegiertenkonferenz der nordrhein-westfälischen Grünen der Landesvorsitzenden Mona Neubaur zum 40. Geburtstag.

Marianne Weiss (l.) gratulieren am 01.07.2017 in Dortmund bei der Landesdelegiertenkonferenz der nordrhein-westfälischen Grünen der Landesvorsitzenden Mona Neubaur zum 40. Geburtstag.

Henning Kaiser

Marianne Weiss (l.) gratulieren am 01.07.2017 in Dortmund bei der Landesdelegiertenkonferenz der nordrhein-westfälischen Grünen der Landesvorsitzenden Mona Neubaur zum 40. Geburtstag.

Düsseldorf. Wenn die NRW-Grünen im Juni ihren neuen Parteivorstand wählen, wird es bei den vier hauptamtlichen Mitgliedern zumindest zwei neue Gesichter geben. Nachdem Schatzmeister Wolfgang Rettich bereits angekündigt hatte, nicht mehr zur Wahl zu stehen, verzichtete am Montag auch die Politische Geschäftsführerin Marianne Weiß in einer Rundmail auf eine dritte Kandidatur.

Die 60-Jährige aus Bielefeld begründete das vor allem mit einer unklaren Rollendefinition ihres Amtes. Sie sei von einem gleichberechtigten Viererteam ausgegangen. Aber bis zuletzt sei nicht klar gewesen, ob sie eine Art Generalsekretärin oder „eine Organisatorin für die Umsetzung politischer Initiativen der Vorsitzenden“ sein sollte. „Das ist eine Unsauberkeit in der Konstruktion“, sagte sie dieser Zeitung. Zudem habe es Gerüchte über Kritik an ihrer Arbeit gegeben, die ihr gegenüber aber nie geäußert worden sei: „Eine politische Kultur, die dazu nicht bereit ist, finde ich bedenklich.“

Im Juni soll der erst im Januar gewählte Vorsitzende Felix Banaszak für zwei Jahre in seinem Amt bestätigt werden. Seine Amtskollegin Mona Neubaur hat sich bisher noch nicht zu einer neuerlichen Kandidatur geäußert. er

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