Für die FDP in NRW steht fest: Die Kooperation mit dem größten Islam-Dachverband in Deutschland, der der türkischen Religionsbehörde in Ankara untersteht, kann nicht so fortgesetzt werden wie bisher.

Ditib
Die FDP will in NRW die Zusammenarbeit mit Ditib prüfen.

Die FDP will in NRW die Zusammenarbeit mit Ditib prüfen.

dpa

Die FDP will in NRW die Zusammenarbeit mit Ditib prüfen.

Düsseldorf.  Die neue schwarz-gelbe Koalition in Nordrhein-Westfalen will nach einem Bericht von «Bild.de» die Zusammenarbeit mit dem größten Islam-Dachverband in Deutschland, Ditib, prüfen. Die Kooperation mit dem Verband, der der türkischen Religionsbehörde in Ankara untersteht, könne so wie bisher nicht fortgesetzt werden.

NRW-FDP-Fraktionsvize Joachim Stamp sagte laut «Bild.de» am Wochenende auf einer Essener Parteiversammlung: «Wir brauchen eine knallharte Auseinandersetzung mit den Verbänden, die bisher die Integrationspolitik gemacht haben.» Weiter sagte Stamp: «Wir werden mit Ditib so nicht mehr weitermachen.» Ein Sprecher der NRW-FDP bestätigte die Zitate am Sonntag.

Der 46-jährige Stamp wird als neuer NRW-Integrationsminister und Vize-Ministerpräsident gehandelt. Bei den Koalitionsverhandlungen mit der CDU war er Verhandlungsführer seiner Partei. Die neue Landesregierung werde den Dialog und die Zusammenarbeit nur mit solchen Verbänden suchen, «die die Interessen der Muslime tatsächlich vertreten», sagte Stamp vor den FDP-Anhängern. «Mit dieser Kaste von Funktionären ist keine vernünftige Integrationspolitik zu machen.» Dies habe gerade erst der Ditib-Boykott bei der Kölner Demonstration der Muslime gegen den islamistischen Terror gezeigt. (dpa)

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