Studie zeigt große regionale Unterschiede.

Brüssel. Nordrhein-Westfalen lässt mit seiner Wirtschaftskraft viele andere Regionen Deutschlands weit hinter sich. Zur Spitzengruppe gehört das Bundesland allerdings nicht. Das Europäische Statistikamt hat jetzt eine Studie über das Regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht, deren Ergebnisse auch die unterschiedliche Kaufkraft innerhalb Europas berücksichtigt. Demnach beträgt die jährliche Wirtschaftsleistung in NRW pro Einwohner 28 500 Euro. Damit sind die Menschen an Rhein und Ruhr etwa 15 Prozent produktiver als der EU-Durchschnitt, der bei 24900 Euro liegt.

Auch den Vergleich mit der Hauptstadt muss NRW nicht scheuen. In Berlin erwirtschaftet ein Einwohner durchschnittlich 16 Prozent weniger Euro als im Westen Deutschlands. Die Unterschiede innerhalb NRWs sind jedoch ebenfalls groß.

Erstplatzierter in NRW ist der Regierungsbezirk Düsseldorf

Anführer ist der Regierungsbezirk Düsseldorf. Hier liegt die Wirtschaftsleistung mit 31800 Euro pro Kopf 27 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Zweitplatzierter in NRW ist der Regierungsbezirk Köln mit 29 400 Euro pro Kopf. Dahinter folgen die Regierungsbezirke Detmold und Arnsberg, in denen die Bürger rund sieben Prozent mehr als der durchschnittliche Europäer erwirtschaften. Schlusslicht ist der Regierungsbezirk Münster.

Wirtschaftsexperten geben zu bedenken, dass die Studie nicht eins zu eins das Gehalt der Bevölkerung widerspiegele. Denn das Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt neben den Löhnen auch Kapitaleinkommen, zum Beispiel Zinsen von Sparguthaben.

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