DGB und Sozialverbände für mehr Prävention.

Düsseldorf. Ein Bündnis von Sozialverbänden und den Gewerkschaften verlangt in NRW massive Schritte gegen die Kinderarmut. "Die Politik muss auf allen Ebenen etwas tun. Aber neben dem Bund ist ganz besonders die Landesregierung gefragt", sagte Andreas Meyer-Lauber, neuer Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Von den rund 3,2 Millionen Kindern unter 18 Jahren landesweit leben 800.000 in Armut, belegen Statistiken der Wohlfahrtsverbände. "Es muss massiv in die Prävention investiert werden", sagte Bodo Champignon, Landeschef der Arbeiterwohlfahrt in NRW.

Das Bündnis hat der rot-grünen Minderheitsregierung in NRW nun einen Anforderungskatalog vorgelegt. Dazu zählen ein kostenfreier Zugang zu den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen (also auch Kitas und Universitäten), gemeinsames Lernen bis zur Klasse sechs und eine Weiterentwicklung der Offenen Ganztagsschule. "Hier muss das Essen für Kinder aus armen Familien kostenlos sein", forderte DGB-Landeschef Meyer-Lauber. Die Vorschläge der Bundesregierung zur Reform der Hartz-Gesetze lehnten die Bündnispartner am Montag als unzureichend ab.

Landesregierung setzt auf den "Runden Tisch für Kinder in Not"

"Die Bekämpfung von sozialen Benachteiligungen steht ganz oben auf unserer Agenda. Deshalb geben wir mehr Geld für Prävention und Bildung", sagte Familienministerin Ute Schäfer (SPD). Auch Landessozialminister Guntram Schneider (SPD) reagierte positiv: "Wir haben die Probleme erkannt und haben deshalb den Runden Tisch ,Hilfe für Kinder in Not’."

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