Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Minister für Jugend, Familie und Integration, Armin Laschet (CDU), sieht in der Bildung die große Chance für die Kinder auch aus ärmeren Familien, gleichberechtigt an den Möglichkeiten der Gesellschaft teilzunehmen. Bei der Vorstellung des Kinder- und Jugendberichts der schwarz-gelben Landesregierung benannte Laschet vor allem ausländische Schüler als Problemgruppe. Immerhin jeder siebte Schüler ohne deutschen Pass verlässt die Schule ohne einen Abschluss. Zum Vergleich: Bei den deutschen Schülern sind es nur etwas mehr als acht Prozent.

Laschet räumte ein, dass die Kinder unter 18 Jahren unverändert von Armut bedroht sind. Rund 480000 der 3,17 Millionen Jungen und Mädchen in Nordrhein-Westfalen leben in Familien, die Hartz-IV-Gelder erhalten. Laschet sagte, für ihn sei die Frage der Kinderarmut nicht in erster Linie eine Frage des Geldes, sondern vor allem eine der Bildung. "Da garantiert die Landesregierung für ein deutlich verbessertes Angebot auch im vorschulischen Bereich", sagte der Familienminister.

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