Düsseldorf. Älter, urbaner, weniger: Das sind die zu erwartenden Trends für die Bevölkerungsentwicklung in Nordrhein- Westfalen. Das Statistische Landesamt legte am Mittwoch in Düsseldorf eine Prognose für 2030 vor: Während 2008 knapp 20 Prozent der Bevölkerung im Rentenalter waren, soll der Anteil bis 2030 auf über 27 Prozent steigen. Im gleichen Zeitraum erwarten die Statistiker einen Rückgang bei der Jugend: Die Zahl der unter 20-Jährigen soll von über 20 Prozent auf 17,1 Prozent schrumpfen.

Außerdem sei eine zunehmende Verstädterung anzunehmen: Bonn werde um knapp 12 Prozent wachsen, Köln und Düsseldorf könnten mit einem Zuwachs von rund 11 Prozent der Einwohnerzahl rechnen. Gut drei Prozent mehr Einwohner seien in den Kreisen Rhein-Erft und Rhein-Sieg zu erwarten. In den übrigen Städten und Kreisen werde es einen Rückgang der Einwohnerzahl erwartet.

Insgesamt werde die Bevölkerung in NRW bis 2030 um 3,7 Prozent auf 17,332 Millionen Menschen schrumpfen. Heute zählt das Land knapp 18 Millionen Bewohner. Die Geburtenzahl werde im gleichen Zeitraum um acht Prozent zurückgehen, während die Sterberate im gleichen Maße zulegen solle. Für "Gewinne" sorge die Zuwanderung nach NRW: Es werde erwartet, dass mehr Menschen kommen als gehen.

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