Rechnerisch wird jeden Tag ein Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen von Rechtsradikalen attackiert. Meist bleibt es bei Sachbeschädigungen und Schmierereien.

Brand in Flüchtlingsunterkunft
Ein Absperrband der Polizei flattert in Ingolstadt vor dem Zugang zu einem früheren Hotel, das jetzt als Flüchtlingsheim genutzt wird: Aus unbekannter Ursache brach in einem Zimmer der von rund 100 Flüchtlingen bewohnten Unterkunft ein Feuer aus.

Ein Absperrband der Polizei flattert in Ingolstadt vor dem Zugang zu einem früheren Hotel, das jetzt als Flüchtlingsheim genutzt wird: Aus unbekannter Ursache brach in einem Zimmer der von rund 100 Flüchtlingen bewohnten Unterkunft ein Feuer aus.

Stefan Puchner

Ein Absperrband der Polizei flattert in Ingolstadt vor dem Zugang zu einem früheren Hotel, das jetzt als Flüchtlingsheim genutzt wird: Aus unbekannter Ursache brach in einem Zimmer der von rund 100 Flüchtlingen bewohnten Unterkunft ein Feuer aus.

Düsseldorf (dpa). Die Attacken auf Flüchtlingsheime in Nordrhein-Westfalen ebben nicht ab. Nahezu täglich werden neue Fälle bekannt. So seien im Januar 33 rechtsextrem motivierte Übergriffe registriert worden, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums auf dpa-Anfrage. Rechnerisch fand damit täglich ein Übergriff auf eine Flüchtlingsunterkunft statt.

Dabei habe es sich überwiegend um Sachbeschädigungen und Propagandadelikte gehandelt. Die Zahl der Übergriffe lag damit Ende Januar bereits über der des gesamten Jahres 2014: Damals waren binnen zwölf Monaten lediglich 25 Fälle gezählt worden.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl dann auf 214 Übergriffe verachtfacht. Darunter waren 28 Gewaltdelikte wie Körperverletzungen oder Brandstiftung; fünf Menschen wurden leicht verletzt.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte die Zunahme der Übergriffe vor allem auf Hetze im Internet zurückgeführt. Sie schaffe den ideologischen Nährboden für Gewalt. Die Facebook-Profile rechtsextremer Gruppen und Parteien veröffentlichten fortwährend hasserfüllte Berichte über Flüchtlinge.

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