Mal legt ein betrunkener Bewohner das Feuer, mal ein Unbekannter, vermutlich aus Fremdenhass: Gleich zweimal ist die Xantener Feuerwehr am Wochenende ausgerückt, die beiden Einsätze an zwei Orten könnten sich kaum stärker unterscheiden.

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Symbolfoto: Friso Gentsch

Xanten (dpa).  Nach einem Brand in einem Xantener Flüchtlingsheim ist ein 19 Jahre alter Bewohner des Hauses verhaftet worden. Gemeinsam mit einem 30 Jahre alten Bekannten soll er in der Nacht zum vergangenen Montag betrunken Kleidung in einer Waschmaschine angezündet haben. Der Ältere der beiden Männer werde bislang nicht dringend verdächtigt, teilte die Staatsanwaltschaft in Moers am Donnerstag mit. Das Gebäude war evakuiert worden, Menschen wurden nicht verletzt.

Bei dem ebenfalls am Wochenende gelöschten Brand in einer geplanten weiteren Asylunterkunft in Xanten gehen die Ermittler zwar fest von einem Brandanschlag aus. Auf der Suche nach einem möglichen Täter fehlt bislang aber eine heiße Spur, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kleve am Donnerstag sagte. «Es spricht vieles dafür, dass ein ausländerfeindlicher Hintergrund besteht», hieß es weiter.

Der Anschlag auf das geplante Heim war in der Nacht zum Sonntag mit einem Molotowcocktail verübt worden, außerdem waren Spuren eines Brandbeschleunigers im Erdgeschoss gefunden worden. Auch bei diesem Feuer wurde niemand verletzt.

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