Der Missbrauchs-Skandal an Jesuiten-Schulen trifft die katholische Kirche ins Mark. Nicht nur, dass es über Jahrzehnte hinweg massenhaft zu sexuellen Übergriffen gekommen ist. Diese Vorgänge wurden offenbar auch systematisch vom Orden vertuscht. Die Betroffenen wurden damit zwei Mal zum Opfer - zum Opfer des Missbrauchs und des Schweigens. Die Berichte von Ursula Raue verdeutlichen, wie sehr sie bis heute darunter leiden.

Die Bischofskonferenz schweigt bislang. In der kommenden Woche nun will sich ihr Vorsitzender, Erzbischof Zollitsch, zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung erstmals zu den Vorgängen äußern. Zollitsch hat dann die Chance, deutliche Worte zu sprechen. Und es wird sich zeigen, dass der Mut zur Wahrheit der Kirche mehr nützen als schaden wird.

eMail: wibke.busch@wz-plus.de

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