Düsseldorf. Gegen die zunehmende Kriminalität von Jugendlichen regen die im Landtag vertretenen Parteien (CDU, SPD, Grüne und FDP) einen sogenannten Präventionsfonds an. Der sollte nach den Vorstellungen einer Enquete-Kommission rund 70 Millionen Euro im Jahr umfassen und vor allem Haftvermeidungsmaßnahmen bezahlen. "Das wäre äußerst sinnvoll angelegtes Geld. Jeder Euro in diesem Bereich bedeutet eine Einsparung von drei Euro, die ansonsten bei einer kriminellen Karriere fällig wären", sagte am Freitag der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sichau als Sprecher der Kommission.

Die Zahlen sind beängstigend. Rund 140 000 Jugendliche unter 18 Jahre gerieten allein 2008 mit dem Gesetz in Konflikt, darunter waren mehrere hundert Intensivtäter. Die Kommission war nach dem Foltermord in der Jugendstrafanstalt Siegburg eingesetzt worden. Damals wurde ein Häftling von drei Mitgefangenen in den Tod getrieben.

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