Bei der Landessynode setzte sich der Wuppertaler gegen Vizepräses Petra Bosse-Huber durch.

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Manfred Rekowski (54/links) folgt auf Präses Nikolaus Schneider (65), der nach zehn Jahren an der Spitze in den Ruhestand geht.

Manfred Rekowski (54/links) folgt auf Präses Nikolaus Schneider (65), der nach zehn Jahren an der Spitze in den Ruhestand geht.

dpa

Manfred Rekowski (54/links) folgt auf Präses Nikolaus Schneider (65), der nach zehn Jahren an der Spitze in den Ruhestand geht.

Bad Neuenahr/Wuppertal. Führungswechsel in der zweitgrößten evangelischen Landeskirche: Der Wuppertaler Oberkirchenrat Manfred Rekowski (54) soll die Evangelische Kirche im Rheinland als neuer Präses aus der Krise führen.

Die Landessynode in Bad Neuenahr wählte den bisherigen Leiter der Personalabteilung im Landeskirchenamt zum Nachfolger des langjährigen Präses Nikolaus Schneider (65). Dieser geht im März in den Ruhestand. Bis 2015 bleibt er aber Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Wahl unter dem Eindruck eines weitreichenden Finanzskandals

Rekowski soll für den Beginn einer neuen Ära stehen. Der 54-Jährige setzte sich in einer Stichwahl mit 116 zu 93 Stimmen gegen Vize-Präses Petra Bosse-Huber (53) – ebenfalls aus Wuppertal – durch.

Die Wahl stand unter dem Eindruck eines weitreichenden Finanzskandals mit millionenschweren Verlusten, in dessen Mittelpunkt das kircheneigene Beihilfe- und Bezüge-Zentrum stand. Die Folgen der Aufarbeitung hatten zuletzt zu einer massiven Vertrauenskrise geführt – das Bemühen um ihre Bewältigung war von beiden Kandidaten für das Amt angekündigt worden.

Der überregional zwar eher unbekannte, doch als Kirchenmanager erfolgreiche Rekowski überzeugte schließlich. „Die Aufgabe ist groß“, sagte der 54-Jährige, der an der Spitze einer Landeskirche mit 2,8 Millionen Mitgliedern stehen wird. Es sei spürbar, dass der Finanzskandal zu einem Vertrauensverlust geführt habe. „Ich würde aber nicht von einer Krise reden.“

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