Geschlossenheit und Kampfeswille, das waren die Signale, die vom SPD-Parteitag im westfälischen Halle ausgehen sollten. Der Kandidat Frank-Walter Steinmeier weiß, dass er insbesondere den Landesverband im bevölkerungsreichsten Bundesland braucht, wenn er im September ins Kanzleramt einziehen will. Und er weiß, dass die SPD an Rhein und Ruhr, der einstigen Herzkammer der Partei, gerade durch den Agendastreit um das soziale Profil der Partei geschwächt wurde.

Die SPD muss ihre Funktionsträger motivieren, trotz der Wunden der Vergangenheit und der schlechten Umfragewerte um jede Stimme zu kämpfen. Der Bundespartei hilft dabei, dass die NRW-Genossen bei Kommunal- und Landtagswahl von einer guten Vorlage in Berlin und Brüssel profitieren können. Nun muss sie mitten in der schwierigsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit noch die Stammwählerschaft von ihrem neuen sozialen Kurs überzeugen.

 

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