Fluglotsen im Einsatz
Wenn die Fluglotsen streiken, geht vielerorts nichts mehr.

Wenn die Fluglotsen streiken, geht vielerorts nichts mehr.

dpa

Wenn die Fluglotsen streiken, geht vielerorts nichts mehr.

Düsseldorf (dpa). Der angekündigte bundesweite Streik der Fluglotsen mitten in der Urlaubszeit könnte an diesem Donnerstag auch in Nordrhein-Westfalen Hunderte Flüge am Start hindern. Die direkt betroffenen Airports Düsseldorf, Köln und Münster/Osnabrück bereiteten sich am Mittwoch auf den Ernstfall vor.

Allein in Düsseldorf könnten am Vormittag bis zu 290 Flüge ausfallen, darunter 170 Starts und 120 Ankünfte. In Köln könnten bei einem Streik zwischen 6.00 und 12.00 Uhr 89 Flüge nicht starten oder landen. In Münster würden die streikenden Fluglotsen insgesamt 22 Abflüge und Ankünfte verhindern.

Obwohl die Flughäfen in Paderborn und Dortmund nicht von den streikenden Lotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) überwacht werden, ginge dort im Streikfall auch nichts mehr. «Sobald dort ein Flugzeug abhebt, kommt es in einen Luftraum, der von der Deutschen Flugsicherung kontrolliert wird», erklärte der Sprecher der Gewerkschaft der Flugsicherung für NRW, Achim Krüger.

Regierungs- und Militärflüge sowie Ambulanzflüge würden am Donnerstag aber trotz des Streiks starten. Auch nach den Streiks könnte es noch Stunden dauern, bis sich der Flugverkehr normalisiert habe, hieß es bei den Flughäfen. «Zu chaotischen Verhältnissen wird es aber nicht kommen», sagte ein Sprecher.

Sollte es zu den Ausfällen kommen, wollen die Flughäfen ihre Gäste über ihre Hotlines und Internet-Auftritte informieren. Außerdem sollen mehr Ansprechpartner für die Reisenden in den Terminals sein.

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