Im Streit um das beste Schulkonzept für NRW stehen die Zeichen erstmals auf Annäherung. Ministerin Löhrmann regiert mit vorsichtiger Zustimmung auf den CDU-Vorschlag für sogenannte Verbundschulen.

Fraktionsvorsitzende der NRW-Grünen Sylvia Löhrmann
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen hat positiv auf das neue Schulkonzept der CDU reagiert.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen hat positiv auf das neue Schulkonzept der CDU reagiert.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen hat positiv auf das neue Schulkonzept der CDU reagiert.

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen hat positiv auf das neue Schulkonzept der CDU reagiert. „Wenn man die Oppositionslyrik beiseiteschiebt, bleibt festzustellen: Und sie bewegt sich doch!“, sagte Löhrmann am Mittwoch in Düsseldorf. Entscheidend sei, „dass die CDU erkannt hat, ein striktes Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem ist nicht zukunftsfähig“.

Es sei richtig, die Schule der Zukunft am Kind auszurichten und ein umfassendes wohnortnahes Schulsystem zu gewährleisten. „Dies lässt hoffen, dass mit der CDU ein Schulkonsens möglich ist“, sagte Löhrmann. Der CDU-Landesvorstand hatte am Dienstagabend einen Leitantrag für den Bildungsparteitag im März verabschiedet. Darin spricht sich die CDU-Spitze dafür aus, die Gründung sogenannter Verbundschulen aus Haupt- und Realschulen zu erleichtern.

Der flächendeckende Bestand der Hauptschule in Nordrhein-Westfalen könne angesichts sinkender Schülerzahlen und fehlender Akzeptanz bei den Eltern nicht mehr garantiert werden, sagte CDU-Landeschef Norbert Röttgen. Der CDU- Vorsitzende bezeichnete das neuen Konzept als „faires, ehrliches Angebot für einen Schulfrieden“. Löhrmann lud Röttgen ein, gemeinsam mit ihr den Tag der offenen Tür der Profilschule Ascheberg zu besuchen.

In der Münsterland- Gemeinde hatte die rot-grüne Landesregierung die erste der neuen Gemeinschaftsschulen genehmigt. In Ascheberg könne Röttgen feststellen, dass das Konzept von Rot-Grün „alles andere als ein 08/15-Einheitsschulformat ist“. Es orientiere sich vielmehr „an den konkreten Bedürfnissen vor Ort“, sagte Löhrmann.

Gemeinschaftsschulen sollen - anders als die von der CDU vorgeschlagenen Verbundschulen - mit ihrem Unterricht auch Standards der Gymnasien erfüllen. Die CDU lehnt Gemeinschaftsschulen entschieden ab. Röttgen kritisiert das Konzept als unausgegoren. Die schulpolitische Strategie der rot-grünen Landesregierung sei unverantwortlich, heißt es im Leitantrag der CDU.

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