Der bisherige Arbeitsminister wird Oppositionsführer. Er siegte in einer Kampfabstimmung gegen Armin Laschet.

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Knappes Ergebnis: Karl-Josef Laumann (rechts) setzt sich gegen Armin Laschet durch.

Knappes Ergebnis: Karl-Josef Laumann (rechts) setzt sich gegen Armin Laschet durch.

dpa

Knappes Ergebnis: Karl-Josef Laumann (rechts) setzt sich gegen Armin Laschet durch.

Düsseldorf. Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag hat den noch amtierenden Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Laumann setzte sich in einer Kampfabstimmung mit einer knappen Mehrheit von 34 zu 32 Stimmen (bei einer Enthaltung) gegen seinen Kabinettskollegen, Familienminister Armin Laschet, durch.

Laumann verspricht einen harten Kampf um die Gymnasien

Laumann war als klarer Favorit in die Entscheidung gegangen, gilt er doch als Vertrauter des wohl bald scheidenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers. Er kündigte an, die CDU im Landtag wieder regierungsfähig zu machen. "Wir setzen sowohl auf Attacke wie auch auf Alternativen zur Linksregierung", sagte Laumann. So werde die CDU "mit allen verfassungsrechtlichen Mitteln" um die Existenz der Gymnasien kämpfen. In den Regierungsjahren hätten CDU und FDP in der gemeinsamen Koalition vieles richtig gemacht, Korrekturen seien nur punktuell nötig.

Der Fraktionschef überlässt den Parteivorsitz anderen

Er plant nicht, auch Chef des CDU-Landesverbandes zu werden, betonte er am Dienstag. Diesen Posten will Jürgen Rüttgers im Frühjahr niederlegen. Als Favoriten gelten der Generalsekretär der Landespartei, Andreas Krautscheid, und Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Laschet hatte in seiner Vorstellungsrede nach Angaben von Sitzungsteilnehmern eine kritische Bilanz der fünf Jahre unter Rüttgers gezogen und gefordert, dass man aus dem Absturz bei der NRW-Wahl am 9. Mai Konsequenzen ziehen müsse.

Rüttgers, der Laumann immer als engen Vertrauten bezeichnet hat, sprach nach der sehr knappen Entscheidung von einem "Signal der Geschlossenheit".

Gestern wandte sich der wohl scheidende Ministerpräsident in einem Brief an seine Parteimitglieder. Darin warb er dafür, dass seine CDU nun die Oppositionsrolle annimmt. Persönlich werde er sich dafür einsetzen, dem Landesverband zu einem Neuanfang zu verhelfen.

Rüttgers beklagt in dem Schreiben die fehlende Kampagnenfähigkeit der NRW-CDU.

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