Düsseldorf (dpa).  Nach den Warnstreiks für höhere Löhne bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) wird nun wieder am Verhandlungstisch um eine Lösung für die 36 000 NRW-Beschäftigten gerungen. Die dritte Tarifrunde am Dienstag in Düsseldorf dauerte nach sechs Stunden noch an. «Das ist grundsätzlich ein positives Zeichen», sagte ein Sprecher von Verdi NRW.

Ob die Arbeitgeber ein neues Angebot vorgelegt haben und ob es zu einer Annäherung gekommen ist, wollte er nicht sagen. Informationen zu den Gesprächen sollte es erst am Mittwoch geben.

Die Gewerkschaft hatte unmittelbar vor dem Treffen noch einmal Druck gemacht und erklärt, dass die Tarifkommission schon am Donnerstag eine Ausweitung der Warnstreiks beschließen könnte. Vor dem Verhandlungsort demonstrierten laut Verdi am Dienstag mehr als 200 Awo-Mitarbeiter aus dem Kreis Mettmann, aus Düsseldorf und Bonn.

Die Gewerkschaft will für Erzieher und Pfleger eine Erhöhung der monatlichen Einkommen um einen Sockelbetrag von 100 Euro und zuzüglich um 3,5 Prozent durchsetzen. Dies entspreche dem Tarifniveau vergleichbarer Beschäftiger in staatlichen Einrichtungen.

Die Awo bezifferte den Forderungsumfang auf durchschnittlich rund 7,5 Prozent. Sie warf Verdi bereits vor Wochen vor, mit diesem Katalog jeden Rahmen zu sprengen. Das sei angesichts der Abhängigkeit von Sozialkassen und öffentlichen Geldern nicht zu finanzieren. Die Tarifverhandlungen für Awo NRW laufen seit Anfang September.

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