Ab dem kommenden Wintersemester sollen 1300 besonders begabte Studenten rund 300 Euro pro Monat bekommen.

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen will künftig das Stipendiensystem für besonders begabte Studenten erweitern. Das kündigte Landeshochschulminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag an. Ab dem kommenden Wintersemester sollen 1300 besonders begabte Studenten rund 300 Euro pro Monat bekommen - unabhängig von dem eigenen Einkommen oder dem der Eltern.

Über die Vergabe der Stipendien müssen die Hochschulen selbstständig entscheiden. Die Hälfte der Gelder stellt der Staat, die andere Hälfte soll aus privaten Quellen kommen. Für deren Einwerbung ist dann wiederum jede Hochschule alleine verantwortlich.

Bislang ist das Stipendiatswesen in Deutschland im Vergleich etwa zu den angelsächsischen Ländern deutlich unterentwickelt. Derzeit liegt die Quote bei gerade einmal 1,1 Prozent von den zwei Millionen Studenten, die von einem der elf deutschen Begabtenförderungswerke unterstützt wurden.

Diese Quote müsse mittelfristig auf zehn Prozent gesteigert werden, forderte Pinkwart. Derzeit gebe es rund neun Millionen Euro im Landeshaushalt, um das Programm auf den Weg zu bringen, so Pinkwart. Aber auch die Wirtschaft sei aufgerufen, sich zu beteiligen.

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