Bundestagspräsident ist der Spitzenkandidat. Sorge um Bosbach.

parteitag I
Die nordrhein-westfälische CDU zieht mit Norbert Lammert als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf.

Die nordrhein-westfälische CDU zieht mit Norbert Lammert als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf.

Caroline Seidel

Die nordrhein-westfälische CDU zieht mit Norbert Lammert als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf.

Münster. Die nordrhein-westfälische CDU zieht mit Norbert Lammert als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Die 234 Landesdelegierten wählten den Bochumer Politiker am Samstag mit 98 Prozent der Stimmen auf Listenplatz 1.

Erstmals hat in der NRW-CDU eine Politikerin mit türkischem Migrationshintergrund Chancen auf den Einzug in den Bundestag. Die Aachenerin Cemile Giousouf setzte sich in einer Kampfabstimmung um Listenplatz 25 deutlich gegen Sylvia Pantel aus Düsseldorf durch. Bei der vergangenen Wahl „zog“ die Liste bis Platz 23.

Auf den vorderen Listenplätzen stehen prominente CDU-Politiker wie Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (Platz 2), CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe (4) und NRW-Landesgruppenchef Peter Hintze (5). Alle kamen jeweils auf mehr als 96 Prozent der Delegiertenstimmen.

Krebserkrankter Bosbach erleidet Schwächeanfall

Die CDU-Versammlung in Münster stand unter dem Eindruck eines Schwächeanfalls des krebskranken Innenpolitikers Wolfgang Bosbach. Der 60-Jährige, der auf Platz 7 der Landesliste rangiert, wurde nach einem Zusammenbruch in die Uniklinik Münster gebracht, konnte nach der Untersuchung aber nach Hause zurückkehren.

Zum Ende der Veranstaltung gab CDU-Landeschef Armin Laschet vor den Delegierten Entwarnung: „Wolfgang Bosbach ist nach einer Untersuchung auf dem Weg nach Hause. Er ist auf dem Weg der Besserung.“

Bosbach hat Prostatakrebs sowie Knochenmetastasen in Wirbelsäule und Becken.

Ein Drittel der NRW-Listenplätze wird von CDU-Frauen besetzt. Bei der letzten Bundestagswahl waren es knapp ein Viertel. Bundesweit stellt die CDU im bevölkerungsreichsten Bundesland mit 146 000 Mitgliedern den größten Landesverband. dpa

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