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Wer gehofft hatte, die Welt könne sich ganz auf den Krisenherd Afghanistan konzentrieren und den Irak ausblenden, wird eines Besseren belehrt. Seit sich die US-Truppen zurückgezogen haben, eskaliert die Gewalt, zeigt sich die ethnische und religiöse Zerrissenheit des Zweistromlandes stärker denn je. Überraschend ist das nicht:

Die labile Regierung hat kein Interesse an einer Machtaufteilung zwischen der Mehrheit der (einst von Saddam Hussein unterdrückten) Schiiten und den Sunniten. Und den korrupten Sicherheitskräften gelingt es nicht, ohne ausländische Hilfe die Konflikte in den Griff zu bekommen. Nun wird sich zeigen, ob der Krieg, mit dem der Diktator gestürzt wurde, nur Opfer gefordert, oder auch ein demokratisches Fundament geschaffen hat.

anja.clemens-smicek@wz-plus.de

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