Der aktuelle Lagebericht des NRW-Landeskriminalamts zeigt aber: Die Italiener liegen nur auf Platz sechs.

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Vor der Duisburger Pizzeria „Da Bruno“ starben am 15. August 2007 sechs Menschen.

Vor der Duisburger Pizzeria „Da Bruno“ starben am 15. August 2007 sechs Menschen.

dpa

Vor der Duisburger Pizzeria „Da Bruno“ starben am 15. August 2007 sechs Menschen.

 Die Mafia macht sich in NRW breit. Das geht nach Ansicht der SPD im NRW-Landtag aus einem aktuellen Lagebericht des Bundeskriminalamts hervor. Im Ruhrgebiet liegt demnach ein Zentrum der illegalen Geschäfte.

Die SPD wirft der schwarz-gelben Landesregierung Versäumnisse im Kampf gegen die Mafia vor. Das gelte insbesondere für die kriminelle Organisation Ndrangheta aus Kalabrien, monierte Fraktionsvize Ralf Jäger.

Die Ndrangheta wird unter anderem für die Mafia-Morde von Duisburg verantwortlich gemacht. Damals starben sechs Menschen vor einem italienischen Lokal.

In einer Anfrage verlangt die SPD nun von NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) Auskunft über die Aktivitäten der Mafia. Wolf wehrt sich gegen die Vorwürfe. Die SPD gefährde die Polizeiarbeit durch wüste Spekulationen.

In einer Länderwertung des Verbrechens rangieren die Italiener im BKA-Bericht mit 18Gruppen beziehungsweise Verfahren (2007: 19) lediglich auf Platz sieben. Sehr viel häufiger findet sich organisierte Kriminalität bei Türken (81 Gruppen bzw. Verfahren; 2007: 77), bei Polen (33/35), Russen (28/23) und Libanesen (19/13). Auch nach dem Lagebericht des NRW-Landeskriminalamts rangiert die italienische Mafia lediglich auf Platz sechs. Mit 154 Verdächtigen (20,9 Prozent) stellen Türken den mutmaßlich größten Anteil ausländischer Täter in NRW, dicht gefolgt von Libanesen (111 Verdächtige/15Prozent) und Polen (35 / 5,7 Prozent).

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