Das Jahr 2016 ging mit dem tödlichen Anschlag in Berlin schrecklich zu Ende. Aber Terror und Hetze dürfen das Land nicht besiegen, mahnt NRW-Ministerpräsidentin Kraft in ihrer Neujahrsansprache.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Foto: Wolfram Kastl
Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Foto: Wolfram Kastl

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Foto: Wolfram Kastl

dpa

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Foto: Wolfram Kastl

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat dazu aufgerufen, nach dem Terroranschlag von Berlin ein Signal der Geschlossenheit zu senden. Die Botschaft müsse lauten: „Terror und Hetze werden uns nicht besiegen“, sagte die SPD-Politikerin laut Redemanuskript in ihrer Neujahrsansprache. „Die Freiheit und Offenheit unserer Gesellschaft macht uns stark, aber auch verletzlich.“ Es sei wichtig, die Freiheit zu schützen und zugleich den Lebensstil nicht zu ändern. Das vergangene Jahr - der 70. Geburtstag Nordrhein-Westfalens - sei auch voller schöner und friedlicher Momente gewesen.

„Unsere Stärke waren und sind die, die hier leben, die dieses Land aufgebaut haben, und die es heute tragen - unabhängig davon, ob sie selbst oder ihre Vorfahren hier geboren wurden oder ob sie zu uns gekommen sind“, betonte die Regierungschefin. „Wir alle sind Nordrhein-Westfalen.“ Rund sechs Millionen Menschen betätigten sich ehrenamtlich und stärkten damit das Land. NRW habe „allen Grund, zuversichtlich nach vorne zu schauen.“

Zu den Vorsätzen solle gehören, einander mit mehr Respekt zu begegnen. Es sei besorgniserregend, dass hier etwas „ins Rutschen“ gekommen sei, sagte Kraft mit Blick auf Berichte über Ausschreitungen etwa auf Fußballplätzen, Angriffe gegen Rettungskräfte oder Drohungen gegen Kommunalpolitiker. Hier sei die gesamte Gesellschaft gefordert - auch Schulen, Unternehmen, Gewerkschaften, Verbände, Kirchen, jeder Einzelne. Hetze in sozialen Netzwerken dürfe nicht toleriert werden. dpa

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