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Die nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann (l) von den Grünen am Dienstag vor Beginn der vierten Runde der Koalitionsverhandlungen.

Die nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann (l) von den Grünen am Dienstag vor Beginn der vierten Runde der Koalitionsverhandlungen.

dpa

Die nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann (l) von den Grünen am Dienstag vor Beginn der vierten Runde der Koalitionsverhandlungen.

Düsseldorf (dpa). Der Koalitionsvertrag für eine rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen steht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Düsseldorf aus Parteikreisen. Die Verhandlungsführerinnen von SPD und Grünen wollen die Einzelheiten in Kürze vorstellen.

Offiziell soll der rot-grüne Koalitionsvertrag am Samstag auf Parteitagen beschlossen werden. Mitte nächster Woche will sich SPD-Landesparteichefin Hannelore Kraft dann als Nachfolgerin von Jürgen Rüttgers (CDU) zur Ministerpräsidentin wählen lassen. Im Landtag fehlt Rot-Grün allerdings ein Mandat zur absoluten Mehrheit. Damit ist das Bündnis auf wechselnde Mehrheiten aus den Reihen der übrigen drei Landtagsfraktionen angewiesen. Krafts Wahl gilt aber als wahrscheinlich.

Bei der Landtagswahl vor zwei Monaten war die schwarz-gelbe Koalition von Rüttgers abgewählt worden. Kraft hatte anschließend mit sämtlichen Fraktionen Sondierungsgespräche geführt. Letztlich sah sie aber nur mit den Grünen ausreichend Gemeinsamkeiten. Die rot-grünen Koalitionsverhandlungen wurden in vier Verhandlungsrunden innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen.

Löhrmann soll Schulministerin werden

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag, Sylvia Löhrmann, soll Schulministerin in einer rot-grünen Landesregierung werden. Das teilte die SPD-Vorsitzende und designierte Regierungschefin Hannelore Kraft am Dienstag nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf mit. Löhrmann werde auch stellvertretende Ministerpräsidentin. Die Grünen übernehmen drei der unverändert zehn Ministerien: das Ministerium für Schule und Weiterbildung; das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie ein neu zugeschnittenes Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter.

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