Aktion in Mönchengladbach könnte dem ein oder anderen Flüchtling allerdings sauer aufstoßen, da eine Verbindung zur Silvesternacht von Köln hergestellt wird.

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Die jecken Tage stehen bevor. Für viele Flüchtlinge eine neue Erfahrung.

Die jecken Tage stehen bevor. Für viele Flüchtlinge eine neue Erfahrung.

Judith Michaelis

Die jecken Tage stehen bevor. Für viele Flüchtlinge eine neue Erfahrung.

Mönchengladbach/Köln. Wer als Flüchtling in den kommenden Wochen erstmalig den Karneval im Rheinland erlebt, wird mit Sicherheit wieder etwas erleben, das vorher unbekannt war. In Mönchengladbach haben sich die Stadt und Karnevalsverband jetzt dazu bewogen gesehen, ein Merkblatt für Flüchtlinge zum Thema Karneval zu drucken - sozusagen als ein Knigge für tolle Tage.

Darauf ist zu lesen, dass im Karneval "mehr Alkohol als sonst getrunken" wird, dennoch aber dieselben Regeln gelten wie sonst. Harmloses Schunkeln oder Bützen seien zudem "in der Regel nicht sexuell gemeint".

Zugleich halten die Initiatoren es für wichtig zu erklären, dass bei Mann und Frau "nicht jede Beziehung in eine Ehe mündet". Mit einem Aspekt dürfte der Flyer in Mönchengladbach manche Flüchtlinge sogar ärgerlich stimmen, weil er einen pauschalen Kausalzusammenhang herstellt: Taten "wie sie zu Silvester in Köln stattgefunden haben, werden nicht toleriert und bestraft".

In Köln wird einer Broschüre erklärt, was es mit dem Karneval hierzulande auf sich hat. Begriffe wie Schunkeln oder Bützen werden dabei auch noch einmal genau erklärt. 

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