Essen (dpa). Die Stimmen im Bundestagswahlkreis mit dem knappsten Ergebnis - der Essener Wahlkreis 120 - werden neu ausgezählt. Das entschied der Kreiswahlausschuss am Freitag nach hitziger Diskussion einstimmig.

Der CDU-Kandidat Matthias Hauer hatte das Direktmandat mit nur drei Stimmen Vorsprung gewonnen. Bei der Prüfung der Protokolle der Auszählung waren aber in 23 Bezirken Unstimmigkeiten aufgetaucht. Nachzählungen dieser Wahlkreise hatten einen Vorsprung der SPD-Kandidatin mit 31 Stimmen Vorsprung ergeben. Als Kreiswahlleiter schlug Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) vor, die mehr als 150 000 Stimmen im Wahlkreis neu auszuzählen. Nur so könne ein gesichertes Ergebnis festgestellt werden.

Am Wochenende werden 320 städtische Mitarbeiter im Schichtdienst die Stimmen neu auszählen. Ob das Wahlamt bei der Neuauszählung der Forderung eines CDU-Vertreters im Wahlausschuss folgen wird, die Stimmen jeweils von unabhängigen Gruppen zweimal auszuzählen, blieb offen. Egal wie es ausgeht: Hinz und Hauer bleiben unabhängig vom Ausgang der Neuauszählung im Bundestag. Beide haben sichere Plätze auf den Landeslisten von SPD und CDU.

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