Am Donnerstagnachmittag will sich der Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags mit der umstrittenen Polizeiaktion befassen.

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Ein Polizist nimmt am vergangenen Samstag in Duisburg während einer Demonstration gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen eine israelische Flagge aus einem Wohnungsfenster, nachdem aufgebrachte Demonstranten das Haus mit Schneebällen und Eisschollen beworfen hatten.

Ein Polizist nimmt am vergangenen Samstag in Duisburg während einer Demonstration gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen eine israelische Flagge aus einem Wohnungsfenster, nachdem aufgebrachte Demonstranten das Haus mit Schneebällen und Eisschollen beworfen hatten.

dpa

Ein Polizist nimmt am vergangenen Samstag in Duisburg während einer Demonstration gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen eine israelische Flagge aus einem Wohnungsfenster, nachdem aufgebrachte Demonstranten das Haus mit Schneebällen und Eisschollen beworfen hatten.

Duisburg/Düsseldorf.  Nach dem Entfernen israelischer Fahnen durch Duisburger Polizisten bei einer Demonstration gegen den Gaza-Krieg haben Politiker von Union und Grünen ein hartes Vorgehen gefordert. «Hier müssen dienstrechtliche Konsequenzen gezogen werden», sagte Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (VDU) der «Passauer Neuen Presse» vom Donnerstag.

Die Polizeiaktion sei «skandalös und paradox» gewesen. Die Beamten hätten die Pro-Israel-Demonstranten und die Fahnen in den Fenstern einer Wohnung am Demonstrationsweg vor Angriffen schützen müssen. «Das ist verkehrte Welt», so der CDU-Innenexperte.

Der Grünen-Innenexperte Jerzy Montag sprach ebenfalls von einer «Blamage» für die Polizei. Deren Verhalten sei «völlig inakzeptabel», sagte Montag der Zeitung. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) müsse Stellung beziehen. Auch der Düsseldorfer Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) könne sich «nicht einfach wegducken».

Am Donnerstagnachmittag will sich der Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags mit der umstrittenen Polizeiaktion befassen.

Polizisten hatten die israelischen Fahnen bei der Demonstration am vergangenen Samstag in der dritten Etage eines Wohnhauses entfernt, nachdem mehrere hundert Demonstranten die Flaggen mit Gegenständen beworfen hatten. Zur Begründung hatte die Polizei am Montag erklärt, sie habe Ausschreitungen verhindern wollen, durch die zwangsläufig auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen worden wären.

Am Dienstag hatte sich der Duisburger Polizeipräsident Rolf Cebin dann für das Vorgehen der Beamten entschuldigt: «Das Entfernen der Fahnen ist aus heutiger Sicht die falsche Entscheidung gewesen.»

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