Das Nuklearabkommen mit Deutschland ermöglicht gegenseitige Inspektionen. Aber die Sorge auf deutscher Seite bleibt.
Das belgische Atomkraftwerk Tihange südwestlich von Lüttich liegt auch nur 60 Kilometer von Aachen entfernt.

Das belgische Atomkraftwerk Tihange südwestlich von Lüttich liegt auch nur 60 Kilometer von Aachen entfernt.

dpa

Das belgische Atomkraftwerk Tihange südwestlich von Lüttich liegt auch nur 60 Kilometer von Aachen entfernt.

Aachen. Nach der Lieferung deutscher Brennelemente für das umstrittene belgische Kernkraftwerk Tihange 2 haben Atomkraftgegner Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) scharf kritisiert. Während Hendricks noch im vergangenen Jahr die Abschaltung des Reaktors Tihange 2 gefordert habe, billige sie jetzt die Lieferungen aus dem niedersächsischen Lingen und leiste Beihilfe zum AKW-Betrieb, stellten Atomkraftgegner am Dienstag in Aachen und im Münsterland fest.

«Hier sieht man wirklich die Doppelzüngigkeit von Frau Hendricks», sagte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Die Umweltministerin hätte die Transporte verbieten müssen, weil dadurch eine Gefährdung für Deutschland entstehe, meinten die Initiativen. Der WDR hatte zuerst über die Brennelemente-Lieferungen berichtet. (dpa)

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer