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Von Martin Vogler.

Von Martin Vogler.

Von Martin Vogler.

Wem Jobverlust droht, der wird begeistert reagieren, wenn Kurzarbeitergeld länger gezahlt wird. Individuell gesehen ist das super, man wird nicht arbeitslos und hofft auf bessere Zeiten. Alles verständlich. Andererseits sind die Pläne gefährlich. Wenn Dauer der Bezugszeit und Höhe der monatlichen Zuschüsse an die Arbeitgeber steigen, wird es für die Allgemeinheit teuer.

Noch kritischer ist es, wenn man auf die Grundidee des Kurzarbeitergeldes blickt: Dieses Instrument soll vor allem bei konjunkturellen oder anderen Schwierigkeiten helfen, dass Firmen besser über schwierige Zeiten kommen und ihr Personal behalten. Wenn jedoch sogar zwei Jahre lang Geld fließt, liegen wahrscheinlich keine befristeten Probleme vor, sondern eher strukturelle.

Es klingt nur im ersten Moment hart: Solche Firmen und Branchen haben wohl generell schlechte Chancen. Sie zwei Jahre zu alimentieren, hilft wenig, verzögert nur Unausweichliches. Es nimmt sogar den Elan, nach wirksamen Auswegen zu suchen. Und damit ist im Endeffekt niemandem gedient.

martin.vogler@wz-plus.de

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