Wenn Oskar Lafontaine wegen einer tückischen Krankheit ausfällt, muss die Frage erlaubt sein, was das für die deutsche Politik bedeutet. Denn die Linke ist mit fast zwölf Prozent im Bundestag derzeit keine unbedeutende Splittergruppe mehr. Umso mehr braucht sie ihren Gründungsvater. Seine schillernde Ausstrahlung ist für diese Partei wichtig, um im Westen Menschen zu erreichen, die ihn als Typen gut finden, ohne konsequent hinter der radikalen Parteilinie zu stehen. Auch beim Ost-West-Zusammenwachsen kann sie eigentlich auf Lafontaine nicht verzichten. Schon sein möglicher Teilrückzug aus der Politik wäre für die Linke ein großes Problem.

martin.vogler@wz-plus.de

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