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Ein Kommentar von Jasmin Fischer.

Ein Kommentar von Jasmin Fischer.

Ein Kommentar von Jasmin Fischer.

Noch haben sich IRA-Dissidenten nicht zu dem Anschlag von Antrim bekannt, doch für leidgeprüfte Experten in Nordirland trägt er unverkennbar ihre Handschrift. Nun wurde die schlimmste Befürchtung des Polizeichefs wahr: Frustrierte Friedensgegner hatten seinem Weckruf nach mehr Sicherheit tödliche Bestätigung verliehen.

Nordirland wird jedoch, auch wenn nach zwölf Jahren der Terror zurückgekehrt ist, nicht in alte Zeiten zurückrutschen. 3700 Menschen sind in dem Konflikt umgekommen, doch der Friedensprozess hat die Region mittlerweile verändert, nach vorn gebracht. Für die letzten unversöhnlichen Friedensgegner fällt der Rückhalt gering aus, denn am Ende des scheinbar unmöglichen Friedensprozesses hatte sich im Land eine starke Opposition gegen das brutale Töten gefunden. Den Dissidenten fehlt es für eine Kampagne, so wie sie einst die IRA organisierte, an Einfluss. Die größte Gefahr besteht deshalb darin, dass sich das junge Regierungsbündnis aus Katholiken und Protestanten durch aufflammende Gewalt wieder auseinander dividieren lassen könnte.

 

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