Man könnte meinen, dass der Flüchtlingsskandal in NRW genügend Sprengkraft hatte, um Konsequenzen zu erzwingen. Tatsächlich hat das Land NRW zunächst vieles unternommen. Das Personal der Bezirksregierung wurde aufgestockt, Kontrollen in den Heimen verschärft und weitere Schlafplätze geschaffen. Damit aber wurden nur die offensichtlichsten Mängel behoben, die Fehler im System blieben bestehen. In den Landeseinrichtungen wird nach wie vor der Mangel verwaltet. Für kommunale Einrichtungen gibt es nicht einmal Standards.

Obdachlosigkeit verhindern – das war der Mindestanspruch, den das Land NRW erfüllen wollte. Das ist gelungen. Verhindern, dass Misshandlung und Überforderung wie in Burbach wieder geschehen können? Davon kann keine Rede sein.

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