Der Chef der SPD-Fraktion im Kreistag Düren soll bis zu seinem Rentenalter versorgt werden.

Aus diesem Braunkohletagebau will die Entwicklungsgesellschaft „indeland“ ab 2030 einen riesigen See schaffen.
Aus diesem Braunkohletagebau will die Entwicklungsgesellschaft „indeland“ ab 2030 einen riesigen See schaffen.

Aus diesem Braunkohletagebau will die Entwicklungsgesellschaft „indeland“ ab 2030 einen riesigen See schaffen.

dpa

Aus diesem Braunkohletagebau will die Entwicklungsgesellschaft „indeland“ ab 2030 einen riesigen See schaffen.

Düren. Empörungssturm im Braunkohleabbaugebiet Inden, dem künftigen „Indeschen Ozean“: Die von mehreren Kommunen getragene Entwicklungsgesellschaft „indeland“, die die Zukunft des Tagebaugebietes und des daraus ab 2030 entstehenden Sees plant, hat dem Fraktionschef der SPD im Dürener Kreistag, Jens Bröker (50), einen äußerst lukrativen Vertrag als hauptamtlicher Geschäftsführer vermittelt.

Stein des Anstoßes ist dabei nicht nur der Fünf-Jahres-Vertrag, der Bröker ein Jahresgehalt von 150 000 Euro sichert sowie einen Dienstwagen der gehobenen Mittelklasse auch für den Privatgebrauch. Bemängelt wird auch, dass es für die Stelle keine Ausschreibung gegeben hatte.

Vertrag über jährlich 85 000 Euro bis zum Erreichen des Rentenalters

Was viele kommunale Ratsmitglieder jedoch von „Filz“ reden lässt, ist ein unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgehandelter Anschlussvertrag, der unserer Zeitung vorliegt. Danach erhält Bröker im Anschluss an seine Geschäftsführer-Tätigkeit bei „indeland“ einen Beratervertrag für jährlich 85 000 Euro netto – bis zum Erreichen des Rentenalters.

Heinrich Stommel, parteiloser Bürgermeister von Jülich, dessen Stadt bereits gegen das Zustandekommen des Vertrags geklagt hat, will in der Sitzung am Montag des Hauptausschusses das weitere juristische Vorgehen gegen die Entwicklungstgesellschaft und deren kommunale Aufsichtsräte beraten. Auch in anderen Stadträten regt sich Widerstand.

Der Entwicklungsgesellschaft indeland gehören neben dem Kreis Düren die Kommunen Aldenhoven, Eschweiler, Inden, Jülich, Langerwehe, Linnich und Niederzier an. Auf ihr Betreiben wird der Tagebau Inden nach seiner Auskohlung um das Jahr 2030 nicht mit Erde, sondern mit Wasser rekultiviert, wodurch ein Gewässer von der Größe des Tegernsees entstehen soll.

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