Bislang waren Geiseln für die Stammesführer im Jemen ein effektives Druckmittel, um Forderungen gegenüber der Zentralregierung durchzusetzen.

Tote Ausländer sind nur El Kaida, schiitischen Rebellen oder Separatisten von Wert: Sie können damit ihre Macht demonstrieren und dem Staatsapparat zeigen, dass er unfähig ist, die Sicherheit im Land zu gewährleisten, dass er weder über stabile Strukturen noch über verlässliche Sicherheitsorgane verfügt.

Gleichzeitig senden die Terroristen damit ein fatales Signal an die Hilfsorganisationen: Kein Ausländer ist im Jemen sicher. Deren Rückzug hätte jedoch eine weitere Destabilisierung im Armenhaus Arabiens zur Folge.Vermutlich bezwecken die Täter genau das.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer