Urteil
Ein Angeklagter steht im Landgericht Köln zwischen seinen Anwälten. Das Verfahren hatte im Oktober 2015 unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Foto. Oliver Berg Foto: Oliver Berg

Ein Angeklagter steht im Landgericht Köln zwischen seinen Anwälten. Das Verfahren hatte im Oktober 2015 unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Foto. Oliver Berg Foto: Oliver Berg

dpa

Ein Angeklagter steht im Landgericht Köln zwischen seinen Anwälten. Das Verfahren hatte im Oktober 2015 unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Foto. Oliver Berg Foto: Oliver Berg

Köln (dpa) - Jahrelang sollen sie in Kirchen eingebrochen sein, um Geld für den bewaffneten Dschihad in Syrien zu beschaffen. Nun verkündet das Kölner Landgericht das Urteil gegen acht mutmaßliche Islamisten, denen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen wird.

Die Angeklagten sollen der salafistischen Szene angehören und «schweren Bandendiebstahl» begangen haben. Bis Ende 2014 sollen sie mehr als drei Jahre lang kostbare Gegenstände vor allem aus Kirchen gestohlen haben. Mit dem Erlös - als Spende getarnt - wollten sie laut Anklage Kämpfer in Syrien unterstützen, um die Regierung in Damaskus zu stürzen und einen islamischen Gottesstaat zu errichten.

Das Verfahren hatte im Oktober 2015 unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Alle Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft fordert für die Männer zwischen dreieinhalb und sieben Jahren Haft.

Einem Deutsch-Marokkaner kommt in dem Fall eine hervorgehobene Rolle zu. In einem Video auf Youtube appelliere er an seine «Glaubensbrüder», in den Kampf zu ziehen, schilderte Staatsanwältin Nadja Gudermann im Strafprozess. Es tauchen nach Angaben des Gerichts auch Symbole der Terrormiliz Islamischer Staat auf. Der Angeklagte soll in einem syrischen Terrorcamp militärisch ausgebildet worden sein.

Die Bande war nach mehreren Einbrüchen in Köln und Siegen gefasst worden. In dem Mammutverfahren war an fast 90 Tagen verhandelt worden.

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