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Von Wibke Busch.

Von Wibke Busch.

Von Wibke Busch.

Horst Seehofer hat wieder zugeschlagen. Der selbstbewusste CSU-Chef schießt aus München frontal gegen die Schwesterpartei CDU, um im Bundestagswahlkampf das Profil der Christsozialen zu schärfen. Und erneut will er sich dabei die Europa-Skepsis der Bürger zunutze machen. Dass die innenpolitische Forderung Deutschland außenpolitisch schweren Schaden zufügen könnte, stört ihn offenbar wenig. Zugleich erweist er der gesamten Union einen Bärendienst.

Anstatt den Ball flach zu halten, während sich die SPD im Renten-Streit selbst zerlegt, sorgt er erneut für unionsinternen Zwist - ein Zustand, der die Wähler eher verschreckt als erfreut. Der CDU-Chefin dürfte daran gelegen sein, die ungewollte Debatte so schnell wie möglich wieder zu beenden. Dass die Chancen dafür gut stehen, dürfte Seehofer eigentlich wissen. Wie sagte er dereinst: "Wer Frau Merkel unterschätzt, hat schon verloren."

wibke.busch@wz-plus.de

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