Mit Schreiber tritt kein Reuiger vor die Kameras, sondern jemand, der sich zu Unrecht vor Gericht gezerrt sieht. Paradox wirkt dies angesichts der Tatsache, dass die Beweise für seine Steuerhinterziehungen erdrückend sind. Aber das Verfahren steckt voller Symbolik.

Mit Schreiber steht nicht eine Person vor Gericht, sondern eine Epoche, in der Millionen am Fiskus vorbeigeschleust wurden, ohne dass sich bei Politikern und Geschäftsleuten auch nur ansatzweise Unrechtsbewusstsein regte. Strauß ist tot, Kohl schweigt - und wahrscheinlich wird auch der Prozess kein Licht ins Dunkel der Spendenaffäre bringen.

christoph.lumme@wz-plus.de

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