Verband will nach Klärung der Vorwürfe zurückkehren.

Die Religionsbehörde Diyanet habe damit auf die Spitzelvorwürfe reagiert. In der Ditib hat eine Organisationsdiskussion begonnen.
Der Generalsekretär des Ditib-Bundesverbandes in Köln, Bekir Alboga, steht im Januar vor der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara.

Der Generalsekretär des Ditib-Bundesverbandes in Köln, Bekir Alboga, steht im Januar vor der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara.

dpa

Der Generalsekretär des Ditib-Bundesverbandes in Köln, Bekir Alboga, steht im Januar vor der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara.

Köln. Der türkisch-islamische Dachverband Ditib lässt nach den Spitzelvorwürfen gegen einige seiner Imame den Sitz im Beirat für den islamischen Religionsunterricht in NRW ruhen. In einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung heißt es, die Ditib wolle „für kurze Zeit nicht an den Beiratssitzungen teilnehmen und nach Klärung der Vorwürfe ihren Beiratssitz wieder einnehmen“.

Damit folgt der Dachverband für knapp tausend Moscheevereine einer Forderung von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Der achtköpfige Beirat gibt seine Zustimmung zu Lehrplänen und erteilt die Lehrerlaubnis für die staatlich ausgebildeten islamischen Religionslehrer. Neben der Ditib gehören ihm weitere islamische Verbandsvertreter und vom Ministerium berufene Mitglieder an. Derzeit ermittelt der Generalbundesanwalt, ob und in welcher Form die Ditib für die Spionage einiger ihrer Imame verantwortlich ist, die Gülen- Anhänger an die Türkei gemeldet haben. er

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