Wenn CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt Gesine Schwans Warnungen vor sozialen Unruhen bayerisch deutlich als "saudummes Dahergerede" bezeichnet, mag sie das noch verschmerzen. Doch wenn auch ein Teil der SPD auf Distanz zur eigenen Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten geht, dann muss ihr klar werden, dass sie einen riesigen Fehler gemacht hat. Zwar kann man zu Schwans Verteidigung anführen, nur die Sorge um soziale Gerechtigkeit und das Wohl der Menschen habe sie getrieben, doch andererseits:

Jeder halbwegs Prominente, der öffentlich soziale Unruhen in Deutschland erwartet, nimmt die Gefahr in Kauf, genau diese herbei zu reden. Und wenn dies einer Frau passiert, die das höchste Amt im Staat anstrebt, dann beweist sie, dass sie dafür nicht reif ist. Gesine Schwan wäre gut beraten, auf ihre Kandidatur zu verzichten. Das wäre gut für sie - und für Deutschland.

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