Reisende in NRW müssen sich durch die Sanierung des Schienennetzes auf Ausfälle und Umleitungen einstellen.

Über 700 Kilometer Schienen sollen dieses Jahr erneuert werden.
Über 700 Kilometer Schienen sollen dieses Jahr erneuert werden.

Über 700 Kilometer Schienen sollen dieses Jahr erneuert werden.

Oliver Berg

Über 700 Kilometer Schienen sollen dieses Jahr erneuert werden.

Düsseldorf. Fast 700 Millionen Euro steckt die Deutsche Bahn in diesem Jahr in die Eisenbahn-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sollen bis 2019 bundesweit 28 Milliarden Euro ausgegeben werden, fast drei Milliarden davon in NRW.

Bahnfahrer müssen sich deswegen auf zahlreiche Ausfälle, Umleitungen und Ersatzverbindungen einstellen. Etwa 440 Weichen, über 700 Kilometer Schienen und zwölf Brücken sollen in diesem Jahr Jahr erneuert werden. Insgesamt wird es 975 größere und 8500 kleinere Baustellen in NRW geben.

Einer der Sanierungsschwerpunkte betrifft die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main. Vom 17. April bis zum 11. Mai werden dort auf einer Länge von 117 Kilometern Schienen erneuert. An den vier Wochenenden ist sie deswegen von freitags um 22.25 Uhr bis montags um 4.25 Uhr durchgehend gesperrt. Die Züge werden während dieser Zeit mit einer mehr als einer Stunde längerer Fahrzeit umgeleitet, zum Teil fallen sie auch aus.

Vom 28. März bis zum 10. April werden auf den Fernbahngleisen zwischen Düsseldorf-Reisholz und Langenfeld zudem Gleise und Weichen erneuert. ICE- und IC-Züge werden während dieser Zeit zwischen Köln und Düsseldorf über Opladen umgeleitet, der Regionalverkehr fährt über die S-Bahn-Gleise. Die S-Bahn-Linie S68 fällt komplett aus. Mehr als fünf Millionen Euro kostet dieses Vorhaben.

Fernzüge halten teilweise nicht in Wuppertal und Solingen

Bereits seit März 2013 hat die Bahn rund 32 Millionen Euro in die Sanierung des Schienennetzes rund um Wuppertal investiert. Das und der Bau neuer elektronischer Stellwerke hat Auswirkungen auf die gesamte Region.

Ab 2017 könne der Bau der Trasse für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf der Pendlerstrecke zwischen Köln und Dortmund beginnen.

2015 sollen erste Masten für Oberleitungen entstehen und Bahnübergänge verschwinden.
 

Vom 3. Juli bis zum 6. Oktober müssen sich Reisende dort auf verlängerte Fahrzeiten durch Umleitungen, Zugausfälle und Totalsperrungen einrichten. Fernverkehrszüge werden teilweise über das Ruhrgebiet umgeleitet, in Hagen, Wuppertal und Solingen werden sie zeitweise gar nicht halten. Ersatzkonzepte sollen zeitnah veröffentlicht werden.

Beim Thema Brücken werden unter anderem die Erneuerungen der Überführung an der Hubertusstraße in Mönchengladbach fertiggestellt sowie im Oktober an der Bachstraße und Eichenstraße in Viersen begonnen.

Neben Gleis- und Weichenerneuerungen werden außerdem der Bau von Lärmschutzwänden sowie die Modernisierung von Stellwerken und Bahnhöfen vorangetrieben.

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