Streit mit der Bahn könnte Kunden hart treffen.

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Im VRR, der mit 1,1 Milliarden Fahrgästen zu den größten Verbünden Europas zählt, hat der Verwaltungsrat am Mittwoch die Erhöhung verabschiedet.

Im VRR, der mit 1,1 Milliarden Fahrgästen zu den größten Verbünden Europas zählt, hat der Verwaltungsrat am Mittwoch die Erhöhung verabschiedet.

dpa

Im VRR, der mit 1,1 Milliarden Fahrgästen zu den größten Verbünden Europas zählt, hat der Verwaltungsrat am Mittwoch die Erhöhung verabschiedet.

Essen. Auf den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Kunden kommen schwere Zeiten zu. Es drohen im schlimmsten Fall eines vom VRR aufgestellten Schreckensszenarios zweistellige Millionenlöcher im Etat, Streckenstilllegungen, eine fünfte Preisstufe und zusätzliche Belastungen für die Kommunen.

Gerichtlicher Schlagabtausch zwischen Bahn und VRR

Ein Teil des Szenarios droht sogar, wenn der laufende Vertrag zwischen VRR und Deutscher Bahn nach einem für Februar erwarteten Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) weiter Bestand haben sollte. Hintergrund: Im Jahr 2004 hat der VRR einen für ihn miserablen Vertrag mit der Deutschen Bahn über Zugleistungen abgeschlossen.

Rund 20 Prozent zahle der VRR zu viel, hieß es vor Jahren. Der Verbund kürzte die Bezahlung. Es ging vor Gericht. Die Bahn gewann in erster Instanz. Zwischenzeitlich wurde ein neuer, für den VRR günstigerer Vertrag geschlossen. Außerdem erklärte sich das Land zu höheren Zuzahlungen bereit.

Da die deutsche Tochter Abellio eines niederländischen Verkehrsunternehmens ein Stück vom Auftragskuchen des VRR abhaben wollten, klagte das Unternehmen. Diese Klage ist am BGH anhängig.

Verbund erwartet jährliches Loch in zweistelliger Millionenhöhe

Gibt der BGH Abellio Recht, platzt der überarbeitete Vertrag zwischen Bahn und VRR. Der Verkehrsverbund müsste erstens wieder die 2004 ausgehandelten Preise zahlen. Zweitens würde das Land zweistellige Millionenbeträge, die es zusätzlich gewährt hatte, zurückverlangen und zusätzliche Unterstützung erst gar nicht mehr gewähren. Dem VRR entstünde insgesamt ein jährliches Loch in zweistelliger Millionenhöhe, und zwar von 25 Millionen Euro im Jahr 2011 bis zu einem Fehlbetrag von 34 Millionen Euro im Jahr 2016. dpa

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