Wer will noch mal, wer hat noch nicht: Die Krise treibt den Staat dazu, immer neue Hilfen für die Wirtschaft auf den Weg zu bringen. Im Fall Airbus ist er dabei umso mehr ein Getriebener, weil die Franzosen - bei Staatsinterventionen traditionell wenig zimperlich - bereits vorgeprescht sind. Dem Steuerzahler wird angesichts der Eingriffe schwindelig, muss er doch im Notfall die Zeche zahlen.

Allein, was wäre die Alternative? Soll die Bundesregierung sehenden Auges den eigentlich gesunden Airbus-Konzern und dessen Mitarbeiter ins Abseits laufen lassen? Anders als beispielsweise im Fall Schaeffler/Conti geht es hier nicht darum, unternehmerische Fehler zu korrigieren, sondern eine durch die Fehler der Banken ausgelöste Kreditklemme zu überbrücken. Die Hermes-Bürgschaften können hier ein probates Mittel sein - und letztlich das kleinere Übel in der großen Krise.

wibke.busch@wz-plus.de

 

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